Kulturstudien XV: Extremes Winter-Radeln bei -10 Grad und Schnee

Für die kommende Woche sind für Kopenhagen Minusgrade im zweistelligen Bereich gemeldet, es schneit und auf den Radwegen liegen schon ein mal paar Zentimeter Schnee. Angesichts der teuren, hoffnungslos überfüllten und arg verspäteten Busse als oft einzige Alternative, kann man hartgesottene Radfahrer – mich inklusive – aber nicht vom Radfahren abhalten. Als ich heute mal wieder durch 10 Zentimeter hohe Schneewehen zuckelte, wurde mir klar, dass man als Winterradler gut daran tut, folgende basale Dinge zu beachten:
Die richtige Ausrüstung!
=> Handschuhe und lange Unterhosen oder Skihosen tragen! Nach 15 Minuten Fahrt nicht erschrecken, wenn die Finger zusammengefroren sind.
=> Ausnahmsweise mal den Helm aufsetzen – am besten in Kombination mit Mütze und Ohrenschützern! Dann entgeht man – vielleicht – dem Erfrierungstod und dem Unfalltod, wenn’s auch die Frisur zerstört.
Die passende Fahrweise!
=> Unbedingt BEIDE Hände an den Lenker nehmen, möglichst aufs gemütliche Telefongespräch verzichten und – besonders in vom-Gehweg-auf-den-Radweg-schippen entstandenen Schneewehen – den Lenker gerade halten.
=> Heute mal nicht überholen, auch wenn es immer einen Deppen gibt, der noch langsamer fährt als man selbst.
=> Aufs Bremsen weitgehend verzichten, am besten ausrutschen lassen oder mit beiden Füßen auf dem Boden schleifend bremsen. Bergabfahren sollte möglichst vermieden werden.
=> Nebenstraßen meiden oder auf Bürgersteige ausweichen.
=> Bei ganz extremen Wetterbedingungen den Kauf von Winterreifen mit Spikes oder am besten Schneeketten erwägen.
=> Im Zweifelsfall das Fahrrad schieben oder stehen lassen.

In diesem Sinne: Guten Rutsch!
