24.10.2010

Wenn ich die 86jährige ältere Dame aus Nord-Jütland reizen
höre: „18, …20, …22?“, dann finde ich, dass es nun langsam Zeit wird für die
Auszeichnung als Botschafter des Altenburger Landes!
15.09.2010

Eine neue Sonderausstellung im Thüringischen Museum Burg
Posterstein (http://www.burg-posterstein.de)
beleuchtet die Geschichte von etwa 40 Rittergütern im Altenburger Land
(Ostthüringen). Die Ausstellung ist bereits der zweite Teil eines
ambitionierten Ausstellungsprojektes. In den vergangenen Jahrzehnten hat
Historiker Gustav Wolf in regionalen Archiven detaillierte Informationen zu den
über 60 ehemaligen Rittergütern im früheren Herzogtum Sachsen-Altenburg
gesammelt.
Ausradiert
Dabei zieht sich die Bodenreform von 1945 wie ein roter
Faden durch die Geschichte fast aller Altenburger Rittergüter: In der
Sowjetischen Besatzungszone enteignete man zwischen 1945 und 1946 alle
Großgrundbesitzer, zu deren Gütern über 100 Hektar Land gehörten. Davon waren
ein Großteil der ehemaligen Rittergüter, die seit dem Mittelalter als ländliche
Verwaltungssitze gedient hatten, betroffen. Manche Güter verschwanden im Laufe
der letzten siebzig Jahre vollständig von der „Landkarte“ – diesen Begriff
wähle ich deshalb, weil mir erst die digitale archäologische Arbeit bei der
Erstellung einer Google Map über die Altenburger Rittergüter das Ausmaß ganz drastisch vor Augen geführt hat. Von manchen ehemaligen
Rittergütern steht heute kein einziges Gebäude mehr, von anderen nur einige
Stallanlagen und es glich einer Art Detektivarbeit, diese auf der
Satellitenansicht ausfindig zu machen.